Zuerst einmal solltest du wissen, dass die Erkrankung Hufrehe unterschiedliche Ursachen haben kann. Die Fütterungsrehe ist wohl die häufigste Form, jedoch spielen Belastungs-, Medikamenten-, Vergiftungs- und Geburtsrehe immer wieder eine Rolle. In unserer heutigen Zeit, wo unsere vierbeinigen Freunde als Gefährten gesehen werden und nicht mehr, wie einst als Arbeitstiere, spielt die Überfütterung eine bedeutend große Rolle. Diese kann nicht nur kurzfristig akute Reheschübe begünstigen, sondern langfristig auch Übergewicht und Stoffwechselstörungen fördern, die das Risiko für Hufrehe drastisch erhöhen. 

Hier erfährst du mehr über die möglichen Hufrehearten und Ihre Entstehung und mögliche Tipps zur Vorbeugung. 

Verschiedene Formen von Hufrehe

  • Belastungsrehe
  • Futterrehe
  • Geburtsrehe
  • Vergiftungsrehe
  • Hufrehe durch Medikamente
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Hufrehe
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Die Belastungsrehe

Wenn dein Pferd an einer Erkrankung nur eines Beines leidet, vergiss bitte nicht das andere Bein so gut wie möglich zu schützen, zu unterstützen und im Blick zu haben. Polsterhufverbände als Puffersystem oder unser magnetisches Hufschuhsystem zur Durchblutungsanregung bieten eine optimale Möglichkeit das kranke Bein zu unterstützen und ebenfalls das gesunde, überlastete Bein zu schützen.

Wenn Ihr Pferd eine längere Zeit ein Bein schont, ist das andere Bein gezwungen mehr Last aufnehmen. Hier kommt es zu dauerhafter Kompression der Huflederhaut, was in Konsequenz zu einer Hufrehe führen kann. Ebenso kann langes Laufen auf harten Boden diesen Zustand, aufgrund der dadurch entstehenden Störung der Blutzirkulation, auslösen.

Futterrehe

Als Futterrehe bezeichnet man umgangssprachlich eine Hufrehe, die mit der Fütterung zusammenhängt. Ein wichtiger Risikofaktor ist eine gestörte Insulinregulation: Zucker und Stärke aus Futter oder Gras können den Insulinspiegel ansteigen lassen. Bei empfindlichen Pferden kann ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel die Strukturen im Huf schädigen und eine Rehe auslösen. Das Risiko besteht besonders bei Pferden mit EMS, aber nicht ausschließlich bei übergewichtigen Tieren. 

Während früher das Eiweiß als Feind Nummer eins der Hufrehe gesehen wurde, wird derzeit vermutet, dass die kohlenhydratreiche Nahrung, wie z.B. Getreide zur massiven Vermehrung von Bakterien, wie Streptococcen führen kann. Dies führt zur Entstehung von Milchsäure und der PH-Wert im Dickdarm verändert sich ungünstig. Ein Teufelskreis beginnt! Als erstes stellt sich ein Massensterben der rohfaserverdauenden Bakterien ein und die Freisetzung von Giftstoffen (Endotoxine) beginnt.

Die belastete und nicht mehr adäquat funktionierende Darmschleimhaut öffnet Tür und Tor, so dass diese Gifte in den Blutkreislauf gelangen. Diese können gefässverengende Wirkung haben.

Auch eine sehr große Kraftfutteraufnahme kann gefährlich sein: Sie kann die Verdauung aus dem Gleichgewicht bringen und Entzündungsprozesse begünstigen. Die Ursachen sind also nicht immer dieselben, und „Futterrehe“ ist keine genaue medizinische Diagnose.

Vorbeugend helfen eine bedarfsgerechte Fütterung, schrittweise Futterumstellungen und ein auf das einzelne Pferd abgestimmtes Weidemanagement. Bei Reheverdacht, etwa steifen Schritten, deutlichem Schmerz oder verstärktem Puls an den Fesselarterien, sollte sofort eine Tierärztin oder ein Tierarzt verständigt werden. 

Auch eine karg wirkende, kurz abgefressene Weide ist nicht automatisch rehe-sicher. Pferde können dort weiterknabbern und dabei auch die unteren Bereiche der Graspflanzen aufnehmen, in denen Kohlenhydrate gespeichert sein können. Wie hoch der Gehalt tatsächlich ist, hängt unter anderem von Grasart, Wetter und Wachstumsbedingungen ab. Besonders bei stoffwechselempfindlichen oder bereits reheerkrankten Pferden sollte deshalb nicht allein die sichtbare Grasmenge als Maßstab für das Risiko dienen.

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Geburtsrehe

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Als Geburtsrehe bezeichnet man eine Hufrehe, die im Zusammenhang mit dem Abfohlen auftritt. Ein wichtiger möglicher Auslöser ist eine Nachgeburtsverhaltung: Die Nachgeburt geht nicht vollständig ab. Auch eine Entzündung der Gebärmutter nach der Geburt kann eine Rolle spielen.

Bleiben Teile der Nachgeburt in der Gebärmutter zurück, können sich dort Bakterien vermehren und Entzündungsprozesse entstehen. Dabei können bakterielle Bestandteile und Entzündungsstoffe in den Blutkreislauf gelangen. Die Stute kann dadurch schwer erkranken. Die Entzündungsreaktion kann auch die empfindlichen Strukturen im Huf beeinträchtigen, die die Hufwand mit dem Hufbein verbinden. Wird diese Verbindung geschädigt, entstehen Schmerzen und in schweren Fällen können sich Hufbein und Hufkapsel gegeneinander verschieben.

Der Ablauf ist komplex: Geburtsrehe entsteht nicht einfach dadurch, dass „Giftstoffe in den Huf gelangen“. Eine Nachgeburtsverhaltung führt auch nicht zwangsläufig zu einer Hufrehe. Sie ist jedoch ein ernst zu nehmender Risikofaktor und muss rasch tierärztlich beurteilt werden.

Wichtig nach der Geburt: Die Nachgeburt sollte auf Vollständigkeit kontrolliert werden. Ist sie drei Stunden nach dem Abfohlen nicht vollständig abgegangen, sollte umgehend eine Tierärztin oder ein Tierarzt verständigt werden. Bitte nicht selbst daran ziehen oder versuchen, die Nachgeburt abzulösen.

Fieber, Mattigkeit, Fressunlust, auffälliger Ausfluss, ein verstärkter Puls an den Fesselarterien oder eine schmerzhafte, steife Bewegung sind mögliche Warnzeichen. Bei Verdacht auf Geburtsrehe oder eine Nachgeburtsverhaltung gilt: sofort tierärztliche Hilfe holen und nicht abwarten.

Vergiftungsrehe

Die Vergiftungsrehe ähnelt der Futterrehe. Der Unterschied ist lediglich, dass es sich hierbei konkret um Aufnahme von Substanzen, z.B. von Giftpflanzen wie z. B. Wicken, Robinie, Rizinus und Eicheln, sowie durch Herbizide, Fungizide, Pestizide, Schimmelpilze, Pilzsporen handelt oder durch einen Schlangenbiss hervorgerufen werden kann. Vergessen Sie nicht, bei starker Verwurmung sterben nach der Gabe einer Wurmkur große Mengen von Parasiten ab und diese Belastung könnte ebenfalls einen Reheschub auslösen.

Ein immer größer werdendes Problem könnte auch die Aufnahme von Aroma- und Konservierungsstoffen und somit schleichende Belastung des Stoffwechsels durch die tagtägliche Überfütterung werden. Diese These ist derzeit noch im Gespräch.

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Hufrehe durch Medikamente

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Bestimmte Medikamente können im Zusammenhang mit einer Hufrehe stehen. Besonders diskutiert werden Cortisonpräparate. Die Datenlage ist jedoch nicht eindeutig: Bei gesunden Pferden ist ein Reheauslöser durch eine tierärztlich verordnete Behandlung nicht belegt. Vorsicht ist vor allem bei Pferden mit EMS, PPID oder einer schweren Allgemeinerkrankung geboten, besonders wenn Cortison wiederholt oder hoch dosiert eingesetzt wird. Medikamente deshalb bitte nicht eigenständig absetzen, sondern das Risiko mit der behandelnden Tierärztin oder dem Tierarzt besprechen. 

Hufrehe sollte außerdem nicht als isolierte Erkrankung betrachtet werden. EMS und PPID, früher oft als Cushing bezeichnet, sind wichtige Zusammenhänge, die abgeklärt werden sollten. Auch schwere Darmerkrankungen oder Koliken können über eine starke Entzündungsreaktion das Reherisiko erhöhen. Bei Schilddrüsenerkrankungen, Rossestörungen oder Kreuzverschlag ist die Verbindung weniger eindeutig und sollte nicht pauschal als gesicherte Ursache dargestellt werden. Entscheidend ist, mögliche Grunderkrankungen gemeinsam mit der Tierärztin oder dem Tierarzt zu prüfen.

Hufrehe Therapiemöglichkeiten - Sarah Mergen empfiehlt

  • Die Behandlung der Ting Punkte am Huf mit dem einem Laser kann gute Wirkung erzielen. Nach Auffassung der TCM deuten geschwollenene Akupunkturpunkte am Hufrand auf eine Fülle, die eingezogenen Bereiche auf eine Leere hin.
  • Unser magnetischer Therapiehufschuh ist mit einem Magnetfeld ausgestattet und über ein kleines Steuergerät regelbar. Dieses sendet magnetische Impulse in den Schuh. Das Magnetfeld kann unterstützend eingesetzt werden um die Durchblutung lokal anzuregen.
  • Denke bitte auch an den Rest des Körpers. Die Schmerzhaftigkeit in den Hufen hat Auswirkungen und Verspannungen auf den ganzen Körper. Mit unseren Magnetfelddecken kannst du den ganzen Körper systemisch mit Magnetfeld bestrahlen.
  • Eine oft verwendete und lang bekannte Therapie im Bereich der alternativen Behandlungsmethoden ist die Blutegelbehandlung. Hierfür wird in der Literatur beschrieben, dass man auf den Kronrand, am besten auf Akupunkturpunkte die Blutegel ansetzen sollte.
  • Denke an Kräuter wie Gingko und Weidenrinde, Löwenzahn, Mariendistel und Kräuter, die die Durchblutung fördern und die Leber entlasten.
  • Im akuten Zustand können homöopathische Mittel wie Belladonna (im Akuten mit starker Schmerzhaftigkeit), Nux vomica (Folge von Überfütterung) oder auch Okoubaka (Folge von Vergiftungen) unterstützend helfen. Die genannten homöopathischen Mittel dürfen nur nach dem geltenden Tierarzneimittelgesetzt angewendet werden.
  • Heilpilze können positiven Einfluss auf die Gesamtkonstitution des Tieres nehmen. Der Reishi (Glänzender Lackporling) kann bei Hufrehe und zur Leberentgiftung unterstützend eingesetzt werden.

Weitere Informationen auch unter www.tiertherapiegeraete-mergen.de

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