Einzelseminare oder mehrteilige Ausbildungen in Tierhomöopathie – unser Angebot ist groß. Unser Wunsch ist es, zwischen jenem jahrhundertealten Wissen und den dazu gewonnenen Aspekten der Neuzeit, eine Brücke zu bauen und dieses Wissen gebündelt an Dich zu vermitteln. In unseren Seminaren und Ausbildungen der Tierhomöopathie bieten wir für Einsteiger und Fortgeschrittene alles an, was das Herz begehrt. Diese reichen von der Lehre der Materia Medica, organbezogener Therapie, psychologischer Traumatherapie und der Akutmedizin bis hin zur Komplexmitteltherapie. Unsere engagierten Dozenten sind mit Leib und Seele Homöopathen und geben ihre Begeisterung eins zu eins an Dich weiter.

Zusätzlich veranstalten wir einmal jährlich eine mehrtägige Weiterbildung in der Toskana. Es erwarten Dich spannende und interessante Themen, sowie ein schönes Hotel unter Pinienbäumen, direkt am Meer. Hier können wir Urlaub und Lernen perfekt miteinander verbinden.

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AUSBILDUNG TIERHOMÖOPATHIE
Seminar- und Ausbildungsübersicht

WIE DU IM NOTFALL TIERE RICHTIG HOMÖOPATHISCH UNTERSTÜTZEN KANNST

Erste Hilfe Kachel

Dieser Ratgeber richtet sich an diejenigen, die sich für Homöopathie interessieren und soll bei alltäglichen Notsituationen zur Seite stehen. Auch bei größeren Notfällen kann er hilfreich unterstützend zum Einsatz kommen. Außer Frage steht, dass in schwierigen und lebensbedrohlichen Situationen ein Tierarzt zu rufen ist. Homöopathie ist ein weites Gebiet und verfügt über einen reichen Schatz an unzähligen Arzneien. Speziell für den Einsatz in Notsituationen bietet dieser Ratgeber eine gut überschaubare Auswahl bewährter Mittel.

ENTSTEHUNG DER HOMÖOPATHIE UND DAS ÄHNLICHKEITSPRINZIP

Die Homöopathie wurde von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann im 18. Jahrhundert entdeckt. Sie funktioniert nach dem Prinzip „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ („similia similibus curentur“). Den ersten Anstoß zu dieser Simileregel erhielt Hahnemann nach einem Selbstversuch mit Chinarinde. In den folgenden 20 Jahren testete er etwa 70 weitere Substanzen an sich, seiner Familie, Freunden und freiwilligen Medizinstudenten. Die auftretenden Symptome schrieb er in ein Buch, der „Materia Medica“, nieder. Er kam zu dem Ergebnis, dass jede Arznei, die bei einem gesunden Körper Symptome verursacht, einen kranken Körper, der die selben Symptome aufweist, auf sanfte und nachhaltige Weise heilt. Ein Beispiel zur Ähnlichkeitsregel: Bei Berührung einer Brennnessel entstehen auf der Haut kleine Quaddeln, die erst brennen, dann jucken. Sollte bei einem Tier oder Mensch ein solcher Zustand auftreten, welcher aber NICHT durch das Berühren einer Brennnessel ausgelöst wurde, dann wäre hier die Brennnessel in homöopathischer Form das Mittel der Wahl. Würde jedoch ein Ausschlag, der von einer Brennnessel erzeugt wurde, mit Brennnessel in homöopathischer Form behandelt werden, so wäre das nicht im Sinne der klassischen Homöopathie. Die Lehre Hahnemanns lehrt: „Heile Ähnliches mit Ähnlichem“, und nicht „Heile Gleiches mit Gleichem“.


HOMÖOPATHISCHE MITTEL UND DEREN POTENZIERUNG

mittel und potenzierung

Hahnemann hat, um die Giftigkeit und die starke Wirkung mancher Substanzen zu verringern, die Mittel stark verdünnt. Er erkannte, dass diese besser, langanhaltender und sanfter wirkten, wenn das Arzneimittel zwischen jeder Verdünnung sorgfältig verschüttelt wurde. Ursubstanzen der homöopathischen Mittel werden aus den Grundstoffen des Mineral-, Pflanzen- und Tierreiches gewonnen. Mit Milchzucker, Weingeist oder Wasser werden sie in einem bestimmten Verhältnis, wie 1:10 (D-Potenz), 1:100 (C-Potenz) oder 1:50000 (LM- Potenz) mehrmals einem Verdünnungsprozess unterzogen. Das Wichtigste dabei ist das Potenzieren nach jedem Verdünnungsschritt, welches durch Schüttelschläge erfolgt. Das so hergestellte Arzneimittel ist an einer Kennzeichnung, wie z. B. D6, C200, LM30 erkennbar.

 

„MACHT ES NACH, ABER MACHT ES GENAU NACH!“

macht es genau

Diese Botschaft Hahnemanns ist bei der Suche nach dem richtigen Mittel sehr wichtig. Akute Verletzungen und Traumata sind oftmals in Symptomen und Ursache sehr eindeutig. Zum Beispiel: ein Schnitt mit einem gezackten Brotmesser und ein Schnitt mit einem glatt geschliffenen Messer müssen unterschiedlich bewertet werden und verlangen nach verschiedenen Mitteln, obwohl man denken könnte Schnitt ist Schnitt. Ein Brotmesserschnitt ist eher ein Riss, daher ist dies ein Indiz für das Mittel Ledum, während ein Schnitt mit einem glatt geschliffenen Messer nach Staphisagria verlangt. Das Mittel muss also sehr sorgfältig ausgewählt und der Zustand des Tieres und etwaige Veränderungen genau beobachtet werden.

 


DIE HERSTELLUNG

herstellung

Man mischt einen Teil Ursubstanz mit neun Teilen Milchzucker, Weingeist oder Wasser und potenziert es durch zehn Schüttelschläge. Man erhält so das Mittel mit der Bezeichnung D1. Von dieser D1 nimmt man nun einen Teil und verdünnt diesen wieder mit neun Teilen Milchzucker, Weingeist oder Wasser und potenziert mit zehn Schüttelschlägen. Man erhält die D2 usw. Bei C Potenzen wird das Ganze mit 99 Teilen verdünnt. D steht für Dezimal, also zehn und C steht für Centum, also 100. Würde man einen Tropfen Ursubstanz in den atlantischen Ozean geben, so entspräche das in etwa einer D24. Man könnte meinen, dass Arzneien durch diese starken Verdünnungen schwächer und wirkungsloser werden. Das Gegenteil ist der Fall – Potenzen bei denen wissenschaftlich kein Stoffanteil mehr nachgewiesen werden kann, wirken intensiver und tiefgreifender. Bei der Analyse einer CD findet man ja auch nur gepressten Kunststoff und nicht die Musik. Wasser, Weingeist oder Milchzucker sind wie der Kunststoff der CD, also nur Informationsträger.

DOSIERUNG UND ANWENDUNG

DOSIERUNG UND ANWENDUNG

Viele Homöopathen beraten unterschiedlich bezüglich Dosierung, Wiederholung des Mittels und der Potenzen. Ich empfehle Ihnen bei akuten Verletzungen mit der C30 Potenz zu arbeiten. Geben Sie hierfür im akuten Fall fünf Milchzuckerkügelchen (Globuli) direkt in das Maul des Tieres. Wiederholen Sie diesen Vorgang nach 15 Minuten noch einmal. Alternativ können Sie die Globuli auch in einem TL Wasser aufösen und das Verdünnte per Spritze auf eine Schleimhaut, z. B. Mund- oder Nasenschleimhaut, aufbringen. Ist die homöopathische Erstversorgung geschehen, können Sie nach kurzer Zeit ein Folgemittel verabreichen. Dieser Broschüre bietet Ihnen eine Auswahl an Notfallmitteln, für eine homöopathische Nachsorge wenden Sie sich bitte an den Therapeuten Ihres Vertrauens.


blutungen

Zur äußerlichen Anwendung für Blutstillung und Schmerzlinderung bei allen Schürf-, Schnitt-, Riss-, Biss-, Stich- und Platzwunden eignet sich eine verdünnte Calendula-Tinktur Kompresse (1:10 mit Wasser).

ARNICA C30 Hauptmittel bei Blutung ▪ Der Verletzungsschock steht bei Arnika im Vordergrund ▪ Nach Geburten zusätzlich Aconitum C30 verabreichen

CHINA C30 Folge von Blutverlust, die mit Schwäche einhergeht ▪ Langsamer Blutverlust ▪ Zucken der Glieder

HAMAMELIS C30 Dunkle venöse Blutungen ▪ Starke Blutung ▪ Blut gerinnt langsam ▪ Venöse Sickerblutung ▪ Dunkle Blutung aus der Gebärmutter nach Trauma

MILLEFOLIUM C30 Hellrote Blutungen aller Art ▪ Blutungen innerer Organe oder Blutungen aus Körperöffnungen nach einer Prellung ▪ Folgen eines Absturzes aus der Höhe ▪ Blutspucken und Bluthusten nach Sturz ▪ Bei Blut in Stuhl oder Urin

VIPERA C30 Lang anhaltendes Nasenbluten ▪ Als Folgemittel, wenn Hamamelis nicht ausreichend geholfen hat

wunden

CALENDULA C30 Platzwunde

HYPERICUM C30 Wichtigstes Mittel bei Verletzungen des Nervengewebes (Kippfenstersyndrom der Katze wird mit Ledum und Hyperikum gleichzeitig behandelt) ▪ Schmerzen sind ziehend, schießend, den Nerv entlang strahlend. Dies kann sich beim Tier durch Knabbern an bestimmten Arealen zeigen.

LEDUM C30 Riffelschnittwunde durch z.B. Brotmesser ▪ Verletzung fühlt sich kühl an ▪ Insekten-, Floh- und Zeckenstich ▪ Tief eindringende Fremdkörper, z.B. eingetretener Nagel oder Splitter (bei Abkapselung im Gewebe eignet sich oftmals das Folgemittel Silicea C30 sehr gut) ▪ Schwellung schillert in allen Farben

STAPHISAGRIA C30 Besonders für glattrandige Stich- oder Schnittverletzungen z.B. durch Operationen ▪ Verschlechterung durch Wärme ▪ Verbesserung durch Kälte


stumpfe verletzungen

Unter dieser Rubrik finden Sie eine Auswahl an Mitteln, die Sie bei Quetschungen, Prellungen, Sehnen-, Bänder-, Knochen- und Nervenverletzungen gut einsetzen können. Bei stumpfen Verletzungen haben sich Tinkturen zur äußerlichen Anwendung als Zusatz zur homöopathischen Behandlung gut bewährt. Arnika Tinktur leistet gute Dienste bei Prellungen und Verstauchungen, allerdings sollte die Tinktur nicht auf offene Stellen gelangen. Bei Quetschungen hat sich vor allem ein Umschlag mit Hypericumtinktur bewährt. Geben Sie hierfür fünf Tropfen in ein Glas Wasser, tauchen Sie das Verbandsmaterial kurz in die Mischung und umwickeln Sie anschließend die betroffene Stelle. Idealerweise bleibt der Umschlag eine Stunde auf der Verletzung und wird dann wieder abgenommen.

APIS C30 Ob dieser Zustand nach dem Mittel Apis verlangt, erkennen Sie daran, dass der Fingerabdruck nach sanftem Drücken in die Schwellung noch bestehen bleibt ▪ Starke Lahmheit bei Abszessen mit Hepar sulfuris C30 und Myrr histica C30 gleichzeitig behandeln ▪ Schwellung heiß, rot, ödematös und teigig ▪ Mund-, Rachen- und Kehlkopfschwellung ▪ Hufprellung z.B. nach Tritt auf Stein ▪ Verbesserung durch kühle Umschläge ▪ Verschlechterung bei Hitze

ARNICA C30 Erstmittel bei Verletzungen, v. a. Verletzungsschock ▪ Folgen von Quetschungen, Prellungen, Riss- oder Schusswunden ▪ Bluterguß und Schwellung mit rot-blauer Verfärbung ▪ Berührung und Annäherung löst Angst aus ▪ Schmerzen wie geschlagen, verstaucht und geprellt ▪ Verschlechterung bei Bewegung ▪ Hauptmittel bei Verletzungen, Wundschmerz und Blutung (Achtung: wenn bei Blutungen Arnika gegeben wurde, sich anschließend ein Bluterguss ausbildet, der sich kalt anfühlt und in verschiedenen Farben schillert, ist das homöopathische Folgemittel Ledum angezeigt)

stumpfe verletzungen

BRYONIA C30 Tier liegt auf der schmerzenden Stelle, da der Druck den Schmerz lindert ▪ Reizbar, will in Ruhe gelassen werden ▪ Verschlechterung durch leichte Berührung, geringste Bewegung und Wärme ▪ Verbesserung durch Ruhe, Kälte und festen Druck

HEPAR SULFURIS C30 Prellungen mit starken Schmerzen und großer Berührungsempfindlichkeit ▪ Patient ist reizbar und will nicht untersucht und angefasst werden ▪ Starke Lahmheit bei Abszessen mit Hepar sulfuris C30 und Myrr histica C30 gleichzeitig behandeln ▪ Verschlechterung durch Kälte ▪ Verbesserung durch Wärme

HYPERICUM C30 Wichtigstes Mittel bei Verletzungen des Nervengewebes (Kippfenstersyndrom der Katze wird mit Ledum und Hyperikum gleichzeitig behandelt) ▪ Schmerzen sind ziehend, schießend, den Nerv entlang strahlend – dies kann sich beim Tier durch Knabbern an bestimmten Arealen zeigen

RHUS TOXIKODENDRON C30 Ruhelosigkeit mit ständigem Verlangen, sich zu bewegen ▪ Verletzungen der Sehnen, Bänder, Muskeln und Gelenke, vor allem Verstauchungen ▪ Verbesserung durch Bewegung und Wärme ▪ Verschlechterung durch Kälte, Nässe und Ruhe RUTA C30 Prellungen direkt am Knochen ▪ Verletzungen an bindegewebsarmen Stellen ▪ Starke Schmerzen mit Steifheit ▪ Verschlechterung bei Kälte ▪ Verbesserung durch Bewegung

SYMPHYTUM C30 Schmerzen und stumpfe Traumata an der Knochenhaut ▪ Bluterguss, weich und schwammig ▪ Knochenbrüche ▪ Verletzungen an bindegewebsarmen Bereichen


herz kreislauf

Kreislaufstörungen und Kollapszustände sind meist die mittelbare oder unmittelbare Folge anderer, akuter oder auch länger bestehender Erkrankungen. Folgende Ursachen kommen in Frage: ▪ Flüssigkeitsverlust (zum Beispiel nach Brechdurchfall, starkem Schwitzen bei gleichzeitig zu geringer Trinkmenge, größeren Blutverlusten) ▪ Hitzeeinwirkung (zum Beispiel „Hitzschlag“ und Sonnenstich) ▪ Schmerz (zum Beispiel körperliche Verletzung durch Sturz, Unfall; Bauchkoliken) ▪ Schreck oder Schock (akute Störung der vegetativen Kreislaufregulation)

ACONITUM C30 Ursache: oft Schreck oder akute Angst ▪ Plötzlicher Kreislaufkollaps entwickelt sich aus einer akuten Atembeklemmung oder einem starken Herzklopfen ▪ Große Unruhe

CARBO VEGETABILIS C30 Ursache: akute Verschlechterung einer chronischen Krankheit oder auch ein großer, akuter Flüssigkeits- und Blutverlust ▪ Bläuliche Verfärbung der Haut und Schleimhäute, weil die Blutzirkulation erheblich verlangsamt ist ▪ Klassisches Kollapsbild mit kaltem Schweiß, Blässe, eingetrübtem Bewusstsein und ausgeprägtem Lufthunger trotz kaltem, klammen Körpers ▪ Ausgeprägte Flatulenz (Blähung) ▪ Verschlechterung: jeder Versuch zu Essen oder zu Trinken

LAUROCERAUS C30 Atmung schnappend mit Atemnot, v. a. nach Krampfanfällen ▪ Schleimhäute sind bläulich verfärbt ▪ Tritt häufig im Zusammenhang mit Herzvorerkrankungen auf ▪ Atemstillstand bei Neugeborenem mit folgendem Herzkreislaufzusammenbruch ▪ Krampfartiger, kitzelnder und nervöser Husten

VERATRUM ALBUM C30 Ursache: großer Flüssigkeitsverlust z.B. Brechdurchfall, Blutverlust oder Überanstrengung ▪ Plötzlicher Kreislaufkollaps oder Vorstufen mit extremen Kältegefühl, großer Schwäche und evtl. bläulicher Verfärbung der Schleimhaut ▪ Eiskalte Haut ▪ Getrunkenes wird sofort erbrochen

verbrennung

Zur äußerlichen Anwendung bei Verbrennungen empfiehlt sich Apfelessig oder erwärmtes Speiseöl (Olivenöl, Sonnenblumenöl o. ä.). Bei schwereren Verbrennungen oder Verbrühungen stellt man eine Paste aus kaltgepressten Oliven- oder Sonnenblumenöl mit Baumwollasche her und trägt dieses Gemisch leicht erwärmt auf.

ACONITUM C30 Generelles Schockmittel bei allen Verbrennungen ▪ Verbrennungen 3. Grades ▪ Große Unruhe und Angst

AMMONIUM JODATUM C30 Als zusätzliche Gabe bei Rauchvergiftungen

ARSENICUM ALBUM C30 Heftigstes Verbrennungsmittel mit psychischen und körperlichen Ausnahmezustand gepaart mit Unruhe und großer Angst ▪ Brennender Schmerz ▪ Verbesserung durch Wärme

CALENDULA C30 Sonnenbrand

CANTHARIS C30 Große Schmerzen, große Blasen ▪ Großflächige Brandverletzungen ▪ Verbrennungen 3. Grades ▪ Hitzschlag / Sonnenstich

CAUSTICUM C30 Schwere Verbrennungen 3. Grades, die Flüssigkeit absondern und nur langsam heilen ▪ Wenn Cantharis nicht ausreichend geholfen hat

PHOSPHORUS C30 Verbrennung durch Knallkörper o. ä.

URICA URENS C30 Quaddeln nach Verbrühungen, die aussehen, als hätte man in eine Brennnessel gefasst


vergiftungen

ARSENICUM ALBUM C30 Nach Aufnahme von verdorbenem Futter ▪ Kreislaufkollaps ▪ Kolikartige Symptome ▪ Schwäche ▪ Blutiger Durchfall ▪ Brennender Durst, trinkt häufig in kleinen Schlücken

NUX VOMICA C30 Zentralnervöse Störungen mit Krämpfen und Erbrechen ▪ Atemlähmung ▪ Verbesserung durch Wärme und Ruhe

OKUBAKA C30 Hauptmittel bei Vergiftungen durch Umweltgifte und Lebensmittelunverträglichkeiten ▪ Sollte bei Vergiftungen immer zusätzlich verabreicht werden

PHOSPHORUS C30 Nach Aufnahme von Mineralölen, z.B. Benzin, Diesel, auch über die Haut ▪ Bei Berührung mit Mineralölen muss die Haut mit Speiseöl gereinigt werden

atemnot

ANTIMONIUM TARTARICUM C30 Schleim oder Erbrochenes blockiert die Atemwege ▪ Grobe Rasselgeräusche aus Bronchien ohne Auswurf ▪ Ödeme der unteren Extremitäten ▪ Dicke Zunge mit weißen Belägen ▪ Verbesserung: kalte Umschläge, Kälte, Eis

APIS C30 Allergische Reaktion mit Atemnot (z.B. nach Bienen- oder Wespenstich) ▪ Blassrote, heiße, wässrige Schwellung

ARSENICUM ALBUM C30 Erstickungsanfälle, besonders nachts ▪ Mit starker Angst ▪ Trotz Ruhelosigkeit starke Schwäche ▪ Hunde nehmen zur Druckentlastung sitzende Position ein ▪ Trinken in kleinen, aber häufigen Schlücken

LACHESIS C30 Atemnot nach Wasserunfällen ▪ Berührungsempfindlichkeit

NUX VOMICA C30 Atemnot durch Stromschlag


op

ARNICA C30 Erstmittel nach Operationen ▪ Schwellung, Schmerzen und Bluterguss ▪ Zahnextraktionen

CHAMOMILLA C30 Unruhiges und gereiztes Verhalten nach Operation ▪ Unerträgliche Schmerzen

HYPERICUM C30 Nach Operationen mit Nervenbeteiligung ▪ Folgemittel nach Chamomilla ▪ Amputationsschmerz

STAPHISAGRIA C30 Schnittverletzung durch Operationen ▪ Nach Katheterisierungen ▪ Nach Unterleibsoperationen wie z.B. Kastrationen bei männlichen und weiblichen Tieren

biss

Bei nichtblutenden Stich- oder Bisswunden ist die Infektionsgefahr deutlich erhöht. Deshalb sollte als Sofortmaßnahme das umliegende Gewebe massiert werden und die Wunde mit verdünnter ECHINACEA-Urtinktur gereinigt werden, diese hat besondere antiseptische Kraft.

LEDUM C30 Insekten-, Floh- und Zeckenstich ▪ z. B. allergische Reaktion auf Bienenstiche

STAPHISAGRIA C30 Tierbisse

sonne

ACONITUM C30 Orientierungslosigkeit und Verwirrung nach langer Sonneneinstrahlung ▪ Lichtempfindlichkeit der Augen ▪ Fieberdelirium

BELLADONNA C30 Weite Pupillen mit glänzenden Augen ▪ Heißer Kopf ▪ Stark pulsierende Halsschlagader ▪ Aufgeregtes bis hysterisches Verhalten

CARBO VEGETABILIS C30 Massive Schwäche und Verdauungsbeschwerden aufgrund von starker Überhitzung des Körpers ▪ Zittern des ganzen Körpers

GELSEMIUM C30 Schwäche und Zittern in den Gliedmaßen ▪ Benommenheit

NATRIUM MURIATICUM C30 Hitzeerschöpfung bei schwülem Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit

VERATRUM ALBUM C30 Kälte des Körpers ▪ Kollaps mit Erbrechen



Wissenswertes

Rhus toxicodendron “der Giftsumach“

Das feuchte Wetter Ende des Jahres macht uns allen, mehr oder weniger zu schaffen. Im Rücken zwickt es, beim Aufstehen ist man steif und oft reicht schon ein kalter Luftzug und man hat eine saftige Schniefnase. Auslöser der Beschwerden sind fast immer Kälte und Nässe. Trotz der Schmerzhaftigkeit möchte der Patient sich bewegen und dies deutet auf Rhus Toxikodendron hin.
All diese Beschwerden kennen wir bei uns Menschen, doch wie macht sich dieses Mittel bei unseren Tieren bemerkbar?

Es zeigen sich rheumatische Entzündung der Muskulatur und fibröser Gewebe, insbesondere nach Erkältung, Durchnässung, kaltem Baden oder Überanstrengung. Betroffen sind Bänder, Sehnen, Sehnenscheiden, Nervenscheiden, Aponeurosen, Kapseln, periartikuläres Gewebe mit Schwellung, Steifheit und Schwäche. Diese Schmerzen werden in Ruhe stärker empfunden. Sie werden zu Beginn einer Bewegung zunächst verschlimmert, dann bei fortgesetzter Bewegung gebessert und bei Überanstrengung wieder verschlimmert. Der Patient ist bei seinen Beschwerden ruhelos und auch nach mehrmaligem Hin- und Herwälzen findet er nie die richtige Lage um schmerzfrei zu sein. Bei Hunden und Katzen merkt man das am Platz. Die Decke ist zerknüllt und die Nacht für Herrchen ist ebenfalls unruhig, denn das ständige Hin- und Herwälzen lässt auch uns keinen ruhigen Schlaf finden.

CAUSA
Erkältungen, Grippe, Durchnässungen, Regen, Sturm, Überanstrengung, Verrenkung (Rhus tox. hat eine ausgeprägte Wirkung auf die Bänder), postoperative Komplikationen.

MODALITÄTEN
Verschlimmert durch:
Ruhe, Durchnässung nach Schwitzen, kalter Luft, kalte Waschungen, kaltes Essen, kalte Getränke, die Seite, auf der das Tier liegt. Nach Mitternacht, feuchte Witterung, Herbst, Winter, Beginn der Bewegung, Überanstrengung.
Gebessert durch:
Fortgesetzte Bewegung, Lageveränderung in Ruhe, warmes trockenes Wetter, Ausstrecken der Glieder

AUGEN
Katarrhalische Entzündung der Bindehäute mit schleimig-eitrigen, scharfen Sekreten. Photophobie. Schwellung der Lider, fest geschlossene Lider mit verklebten Rändern. Ausfallen der Wimpern. Trübung der Hornhaut

OHREN
Juckende Pickel hinter den Ohren. Schwellung des Ohrläppchens. Blutige Absonderungen aus dem Ohr

NASE
Schnupfen und Katarrh der Nase. Krampfhaftes Niesen. Nasenöffnungen wund und entzündet. Rötung der Nasenspitze. Wässrige, gelblich-grüne Sekrete

HALS/KEHLKOPF
Trockenheitsempfinden im Hals. Konstriktionsgefühl behindert das Schlucken von Speisen und Speichel. Wunder Hals mit Schwellung der Parotis und der Glandula submandibularis

BRUST
Quälender und trockener Husten

ABDOMEN
Appetitlosigkeit oder Hunger. Starker Durst; nachts, bei gänzlicher Appetitlosigkeit. Magenschmerzen nach Schneefressen. Übelkeit; Völle und Aufgetriebenheit des Leibs nach dem Essen; Blähungen im Unterleib, die nicht abgehen. Übelriechende, wässrig, schleimige, blutige,     unwillkürliche Durchfälle. Verstopfung mit vergeblichem Drang

NIEREN/HARNWEGE
Gesteigerter Harndrang. Tenesmen. Heißer und dunkler Urin

NACKEN/RUECKEN
Steife des Nackens. Dumpfe Schmerzen und Spannungsgefühl; < beim Bewegen des Kopfes

EXTREMITAETEN
Abgeschlagenheit, Steifheit und Müdigkeit der Glieder; wie gelähmt < durch Ruhe, > durch Bewegung

HAUT
Blasen und Bläschen. Nesseln, Quaddeln, Herpes. Scharlachartige Erythme. Erysipelartige Schwellung der Haut mit Brennen und Stechen. Die Haut ist am ganzen Körper oder teilweise gerötet und entzündet. Starker Juckreiz wird durch Kratzen nicht gebessert. Urticaria; bei Fieber,     durch Feuchtwerden. Ekzeme nässend, juckend, brennend

SCHLAF
Schlechter ruheloser Schlaf. Träume

FIEBER/FROST/TEMPERATUR
Frostig und kälteempfindlich. Verschlimmerung allgemeiner und lokaler Beschwerden durch Kälte und Nässe. Kälte einzelner Teile

Homöopathie bei Stoffwechsel- und endokrinen Erkrankungen

Kürzlich bekam ich eine zweijährige Hundepatientin, die sehr abgemagert und recht lethargisch war. Ab und zu zeigte sie Erbrechen, außerdem starken Durst und sie fraß relativ verhalten. Die Besitzerin erwarb sie bei einem Züchter im Ausland. Dort war sie die Kleinste im Wurf und ebenfalls sehr dünn, nahm in Deutschland aber zunächst zu, ehe sie wieder an Gewicht verlor. Auf Nachfrage bestätigte die Besitzerin, dass bereits eine Blutuntersuchung vorgenommen und eine Hypothyreose festgestellt worden war.

Anhand dieses Beispiels lässt sich erahnen, welche Auswirkungen eine Stoffwechselentgleisung haben kann. Die Schilddrüse ist neben der Leber das zentrale Stoffwechselorgan, man kann sie gewissermaßen als die „Königin des Stoffwechsels“ bezeichnen, denn ihre Hormone sind an der Proteinbiosynthese beteiligt und damit an der Zellerneuerung, sie beeinflussen unseren Energiestoffwechsel, die Darmmotorik – und damit die Nährstoffaufnahme – usw.

Allerdings ist nicht jede Stoffwechselerkrankung auf die Schilddrüse zurückzuführen. Es gibt unzählige „Stellschrauben“ im Stoffwechsel des Organismus, die eine Dysfunktion und folgend eine Erkrankung hervorrufen können. Man denke nur an das Pankreas mit seiner endokrinen (hormonbildenden) sowie exokrinen Funktion (Bildung von Verdauungsenzymen). Oder die Leber, die am Kohlenhydrat-, Fett und Proteinstoffwechsel beteiligt ist, Galle, Immun- und Gerinnungsfaktoren bildet etc. Es ist nicht immer einfach, die Ursache für eine Erkrankung des tierischen Patienten zu finden, nicht zuletzt aus dem Grund, da sie oftmals „nur“ mit allgemeinem Unwohlsein beginnen. Eine Hypothyreose zeigt sich häufig erst Monate nach deren Beginn mit ernsthaften klinischen Symptomen wie Lethargie, Anorexie und Erbrechen.
Sobald der Verdacht auf ein Stoffwechselproblem fällt, ist eine Blutuntersuchung erforderlich, die Licht ins Dunkel bringen kann.

Der Hündin hat eine tägliche Gabe Iodum in einer C30 sowie eine homöopathische Leberkur geholfen. Parallel dazu bekam sie vorübergehend Schilddrüsenhormone in einer geringen Dosierung. Denn auch das ist mittels Homöopathie möglich: die Reduktion schulmedizinischer Medikamente auf eine sehr kleine Menge oder sogar das Ausschleichen eben dieser.

Artikel: Ulrike Ehmig

Sucht nach Homöopathie

Ich muss schon im Vorfeld warnen: Die Homöopathie ist eine Sucht. Beschäftigt man sich einmal mit ihr, kommt man nicht mehr von ihr los. Doch warum ist das so?

Ist es das Geheimnisvolle, das die Homöopathie umgibt? Schließlich wissen wir nicht, warum sie funktioniert. Wir sehen nur, DASS sie funktioniert – sie ist also eine reine Erfahrungsmedizin. Es gibt die These, dass homöopathische Mittel die „Lebenskraft“ des Körpers stimulieren sollen, sich selbst zu heilen. Doch wie ist das möglich?

Ist es das Rätselhafte, das jeder Fall mit sich bringt? Die Suche nach den Puzzlesteinchen, die ein Gesamtbild ergeben, wenn auch meistens ein lückenhaftes? Vielleicht findet man dann ja doch noch ein Teilchen in der Vergangenheit, in der Familie, im Krankheitsverlauf nach der ersten Mittelgabe. Es ist vergleichbar mit einer kriminaltechnischen Untersuchung. Je akribischer die Spurensuche, desto erfolgreicher die Ermittlung des passendsten Mittels.

Ist es die Herausforderung, an Erfahrung und Wissen reicher zu werden? Bei der Homöopathie lernt man nie aus. Das mag den ein oder anderen abschrecken, andere hingegen magisch anziehen. Jeder entwickelt schließlich seinen Ehrgeiz, sein Wissen an der Behandlung seiner Patienten wachsen zu lassen. Und das funktioniert bei der Homöopathie wie bei keiner anderen Behandlungsform. Wenn hundert Patienten wegen eines Darmproblems vorgestellt werden, wird ein jeder unterschiedlich bewertet, was schließlich zu hundert verschiedenen Mitteln führen kann. Faszinierend!

Ist es die Motivation, bei scheinbar unlösbaren Fällen noch etwas zu bewirken? Wir alle wollen doch unseren Patienten zu mehr Wohlbefinden verhelfen. Wie groß ist das Hochgefühl, wenn es klappt!

Begeben Sie sich auf die Reise nach mehr Wundern, mehr Rätseln, mehr Wissen, mehr Hochgefühl!

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Es ist anstrengend, aber sehr erfüllend.

Das Johanniskraut - Hypericum perfoliatum

Das Johanniskraut ist die bekannteste typische Mittsommerpflanze. Selbst sein Name leitet sich vom Johanni-Tag am 24. Juni ab. In den Tagen um die Sommersonnenwende öffnet das Johanniskraut seine leuchtend gelben Blüten an Wegrändern, lichten Gebüschen, Böschungen und sogar auf Schuttplätzen. Wie kaum eine andere Pflanze ist das Johanniskraut mit der Sonne assoziiert, dessen Kraft sie an den längsten Tagen des Jahres aufnimmt, um sie in den dunkleren Tagen des Winters an uns Menschen abzugeben. Große Popularität genießt das Johanniskraut als Antidepressivum bei depressiven Verstimmungen. Es bringt das aufgenommene Sonnenlicht in unglückliche Seelen und depressive Gemüter. Das wusste schon Paracelsus im Mittelalter und heutzutage wird dieses Wissen sogar von der Schulmedizin bestätigt. Das bekannte Wundöl oder Rotöl wird aus Johanniskraut gewonnen und ist nach dem Sonnenbad ein hervorragendes Mittel gegen Sonnenbrand. Dies liegt wohl daran, dass Pflanzen die der Sonne extrem ausgesetzt sind, Stoffe entwickeln, die sie gegen die Sonne schützen. Hierfür verantwortlich sind wahrscheinlich die Flavonoide aus der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe denen eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Bei hellhäutigen oder rothaarigen Menschen bzw. hellen Tieren kann Hypericum in der Sonne Überempfinflichkeiten auslösen. Hierfür verantwortlich ist das Hyperforin. Die Tinktur ist ebenso geeignet zur Pflege von Haut, die durch Neurodermitis angegriffen ist. Auch bei Wunden durch Hieb- oder Stichverletzungen ist das Rotöl ein sehr gutes Hausmittel, vor allem wenn es sich um nervenreiches Gewebe handelt. Bei der Pflege frischer Narben eignet sich das Rotöl, denn es beugt der Gewebewucherung bei der Heilung der Narben vor.

Überdosierung:
In der Tiermedizin tritt bei Weidetieren, die große Mengen Johanniskraut fressen, Hypericismus auf mit Hautrötungen, Schwellungen und eventuell kommt es zum Absterben von Gewebe (Nekrose). Bei hochdosierten Präparaten kann es zu Überdosierungen und Nebenwirkungen in Form von Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen und gelegentlich zu Allergien kommen.

Die Herstellung:
Die ersten Erfahrungen eines Alchimisten können durchaus bei der Herstellung des Rotöls passiert sein, denn wenn das sonnengelbe Öl sich im Kontakt mit der gelb-gru¨nen Pflanze in ein unglaublich leuchtendes Rubinrot verwandelt, hat dieser Prozess immer schon etwas Magisches an sich und die Herstellung des eigenen Rotöls ist so faszinierend und befriedigend, dass sie selber schon eine antidepressive Wirkung entfalten kann.

Und so gehts:

  • Johanniskraut ab dem 24. Juni möglichst an einem trockenen Morgen, sonst am Nachmittag sammeln, zerkleinern und im Mörser leicht anquetschen
  • Ein sauberes, helles Glas mit Schraubverschluss zu ca. einem Viertel mit Johanniskraut füllen und mit einem guten Öl auffüllen. Olivenöl hält sich sehr lange, hat aber einen starken Eigengeruch. Sonnenblumenöl, Sesamöl oder süßes Mandelöl sind ebenfalls sehr gut geeignet.
  • Das Glas für mehrere Wochen (nach Paracelsus sieben Wochen) an einen warmen Ort stellen. Es darf und soll gerne der Sonne ausgesetzt werden, z.B. auf der Fensterbank. Bei zu wenig Sonne sollten Sie das Öl im vorsichtig im Wasserbad erhitzen oder der bei etwa 40°C in den Backofen stellen. Nicht zum Kochen bringen!
  • Das Glas für mehrere Wochen (nach Paracelsus sieben Wochen) an einen warmen Ort stellen. Es darf und soll gerne der Sonne ausgesetzt werden, z.B. auf der Fensterbank. Bei zu wenig Sonne sollten Sie das Öl im vorsichtig im Wasserbad erhitzen oder der bei etwa 40°C in den Backofen stellen. Nicht zum Kochen bringen!
  • Ab und zu im Deckelbereich mit Zellstoff das niedergeschlagene Wasser abwischen und danach das Glas schütteln.
  • Das Öl braucht sechs bis sieben Wochen bis zur Reife. Nach einer Woche kann es abgegossen werden und das ausgelaugte Johanniskraut wird durch frisch geerntetes ersetzt. Paracelsus empfahl, einen Wechsel nach jeweils sechs Tagen durchzuführen und dies sechs bis sieben Mal zu wiederholen.
  • Wenn es dunkelrot geworden ist, kann das Öl abgefiltert werden (z.B. durch eine sauberes Tuch oder einen Kaffeefilter) und zur Aufbewahrung in ein dunkles Glas gegeben werden.

Anwendungsempfehlungen:
Wunden, Stichverletzungen, Sonnenbrand, Narben: Einen Lappen mit Rotöl tränken und auflegen.
Trockene, rissige Haut (Neurodermitis): Ölauszug in Sesamöl, Weizenkeimöl oder süßem Mandelöl.
Depressive Verstimmungen: Hypericum Urtinktur von Ceres

Ruprechtskraut - Geranium robertianum

Für die Urtinktur wird das frische, blühende Kraut verwendet. Geranium rob. wächst bevorzugt an "schlechten" Standorten, auf Trümmergrundstücken, schattigen Brachen und feuchten, schattigen Stellen unter Büschen, wo Kot und Urin von Menschen und Tieren für schlechte Luft sorgen und sich außer Asseln und Ratten niemand gerne aufhält. Im Gegensatz zu vielen anderen Geranium-Arten verströmt Geranium rob. einen unangenehmen, unharmonischen "Duft", ein Zeichen dafür, dass die Pflanze Schadstoffe aus dem Boden aufnimmt und sie "transformiert" wieder ausscheidet.

Geranium rob. gehört zu den Storchenschnabelgewächsen, hat wie alle diese Pflanzen eine spitz zulaufende, lange Frucht, die bei Ger. rob. mit einer blutroten Spitze versehen ist - sie erinnert an einen Stachel, eine Stichwaffe. Dort, wo die Blätter aus den Stängeln wachsen, befinden sich derbe, knotige Verdickungen, die an geschwollene Lymphknoten erinnern. Geranium robertianum verwende ich gerne bei Schockzuständen, wenn Körper und Geist nicht mehr harmonisch zusammenarbeiten, geistiger Verwirrung, Zuständen von Vergiftungen akuter ebenso wie chronischer Art. Der Abfluss von Lymphe wird gefördert, die Organe entgiftet, wobei hierbei immer daran gedacht werden sollte, dass eine Entgiftung von Haut, Bindegewebe oder Muskulatur immer mit einer zeitweiligen Mehrbelastung der Entgiftungsorgane Leber und Nieren verbunden ist, die dann anderweitiger Unterstützung bedürfen. Bewährt hat sich eine kurmäßige Anwendung in niedriger homöopathischer Potenz. Geranium robertianum in höheren Potenzstufen verwende ich gerne bei Patienten, die infolge seelischer Traumatisierung, Misshandlung, Trennung etc. in einen Zustand der Erstarrung geraten sind, aus dem sie ohne Unterstützung nicht mehr aus eigener Kraft heraus kommen. Patienten die lange in einem Zustand von Angst verbeiben mussten, für die alles bedrohlich, dunkel und hoffnungslos erscheint, blühen oftmals nach einigen Gaben auf, sind bereit, positive Erfahrungen zu machen und zeigen nicht selten drastische Ausscheidungssymptome, indem sie das oder diejenigen, die ihnen das angetan haben zerstören, attackieren oder mit Kot oder Urin verschmutzen.

Geranium rob. ist ein gut zu verwendendes Mittel, um Ställe oder Räume mit schlechter Atmosphäre zu reinigen. Ein paar Tropfen der Urtinktur in einer Schale Wasser in den Raum gestellt hilft, wenn in diesem Raum Tod, Angst, Leiden oder Schmerzen eine Informtionen an Wänden und Mobiliar hinterlassen haben. Insofern ein guten Mittel, um z.B. Untersuchungs- und Behandlungsräume für Patienten angenehmer zu machen.

Autor: Klaus Gerd Scharf