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Ausbildung Hundephysiotherapie nach Sabine Harrer, Kurs C (Euskirchen bei Köln)

Ausbildung in Physiotherapie & manueller Therapie

Beschreibung

Wenn Sie mit Hunden, deren Besitzern und mit Ihren Händen arbeiten möchten, ist diese Ausbildung genau das Richtige für Sie. Mit unserer Hundephysiotherapieausbildung präsentieren wir Ihnen ein neuartiges Konzept, welches Altbewährtes und neue Erkenntnisse aus der Forschung vereint.

Die Gruppengröße ist auf maximal 12 Teilnehmer beschränkt, wodurch den Schülern ein hohes Maß an praktischen Übungen am Hund ermöglicht wird.

DIE ARBEIT EINES HUNDEPHYSIOTHERAPEUTEN
Hundephysiotherapeuten behandeln vor allem Tiere, deren körperliche Bewegungsmöglichkeiten altersbedingt oder aufgrund einer Krankheit, Verletzung oder Behinderung eingeschränkt sind. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Mobilisation und die Beschaffenheit des Gewebes positiv zu beeinflussen und so letztlich die Gesundheit des Patienten zu erhalten und zu fördern.

WANN IST PHYSIOTHERAPIE WICHTIG?
■ Vor und im Anschluss an Operationen im Sinne einer Rehabilitation
■ Schmerztherapie
■ Verletzungen und Erkrankungen von Muskulatur, Sehnen und Bändern, Gelenken
■ Neurologische Erkrankungen (z. B. Bandscheibenvorfälle und Lähmungen)
■ Bei eingeschränkter Beweglichkeit oder Muskelschwäche
■ Bei der Betreuung alternder (geriatrischer) Patienten
■ Bei Leistungsabfall von Sport- und Dienstleistungshunden
■ Unterstützung der Gewichtsreduktion

ZIELE DER PHYSIOTHERAPIE
■ Linderung von Schmerzen und schnellere Genesung (Rehabilitation)
■ Verbesserung der Funktion und Qualität der Bewegung
■ Vorbeugung (Prävention) von Verletzungen und Erkrankungen durch Schonhaltung
■ Verbesserung der Lebensqualität
■ Stärkung und Steigerung von Ausdauer und Leistung

DIE AUSBILDUNG
Wir haben uns bewusst für eine ganzheitliche, praxisorientierte Modulausbildung entschieden, um Sie fundiert auf das Praxisleben vorzubereiten. Hierzu gehören nicht nur Massage, Faszientherapie, Lymphdrainage, neurodynamische Fertigkeiten, physikalische Therapien und das Training mit medizinischen REHA-Geräten, sondern auch die Grundlagenfächer wie Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre. Spezifische physiotherapeutische Untersuchungs- und Behandlungstechniken nehmen einen großen Teil des Ausbildungsinhaltes ein, ebenso wie die Gangbildanalyse, denn der Therapeut zieht daraus ca. 40 % des Befundes. Am Ausbildungsende wird der Teilnehmer in der Lage sein, seine gesammelten Befunde zusammenzusetzen und zu interpretieren, um dann einen – individuell auf den Patienten angepassten – Behandlungsplan zu entwickeln und durchzuführen.

Der Ausbildungsschwerpunkt liegt im muskuloskelettalen Beschwerdebild des Hundes. Jedoch – betrachtet man den Organismus ganzheitlich – ist klar, dass Beschwerden im Bewegungsapparat nicht solitär auftreten. Der Therapeut ist also gefragt, Ursachenforschung zu betreiben, wenn er dem Tier nachhaltig helfen möchte. So können Magenprobleme bei Hunden rezidivierende Blockaden in der Brustwirbelsäule hervorrufen. Darum ist es wichtig, sich nicht nur im skelettalen Bereich des Tieres auszukennen, sondern auch die Organzugehörigkeit zu erlernen, um das große Ganze zu verstehen.
Wir setzen voraus, dass Sie 10-15 Wochenstunden vor- und nacharbeiten.

DOZENTEN
Frau Harrer - Hauptdozentin - verfügt über eine langjährige Praxiserfahrung im Hunde und Humanbereich, ist überdies Buchautorin des Buches „Manuelle Therapie beim Hund“ und bildet sich weltweit ständig fort, um noch ganzheitlicher behandeln zu können. Leitsatz von Sabine Harrer ist: „Es gibt nichts Schöneres als einem Lebewesen seine Lebensqualität zu verbessern, zu erhalten oder wieder herzustellen und ich bin immer wieder froh, dass wir Physiotherapeuten einen entscheidenden Beitrag dazu leisten dürfen.“ Besonderen Wert legt sie in der Ausbildung auf den gewaltfreien, achtsamen Umgang mit den Hunden, denn nur ein entspannter Hund gibt einen klaren Untersuchungsbefund.
Die weiteren Dozenten des Lehrteams sind qualifizierte Therapeuten mit jahrelanger Erfahrung in eigener Praxis. Durch ihre unterschiedlichen Schwerpunkte, Fortbildungen und Praxiserfahrungen, ermöglichen sie es den Schülern verschiedene Herangehensweisen und Blickwinkel zu erlernen.

AUSBILDUNGSDAUER
Die Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa 17 Monaten und findet an 15 Wochenend-Blöcken (46 Tage) statt.

PRÜFUNG
Während der Ausbildung nehmen Sie an einer schriftlichen Zwischenprüfung teil, deren Ergebnis zur Endprüfung gerechnet wird. Die Ausbildung endet mit einer mündlichen, schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung.
Das erfolgreiche Bestehen wird Ihnen mit einem Zertifikat bestätigt.

WAS SIE ERWARTET
■ Umfangreiche Skripten für den Unterricht und zur Nacharbeit für Zuhause
■ Qualifizierte Dozenten mit mehrjähriger Berufserfahrung
■ Praxisorientierung, individuelle Betreuung, eine freundlich – kommunikative Atmosphäre und kleine Ausbildungsgruppen
■ Berufsbegleitend Ausbildung in Blockseminaren á 3 Tagen (Ausnahme: Modul 1 ist vier Tage)
■ Ausbildung in medizinischen Grundlagen, Diagnostik und Behandlungsmethoden
■ Vermittlung aller relevanten physiotherapeutischer Ausbildungsinhalte in Theorie und Praxis
■ Kreative Unterrichtgestaltung mit moderner Technik
■ Eigene Schulungsräume die individuell auf Lehrer und Schüler ausgerichtet sind
■ Qualitätsgeprüftes Ausbildungsinstitut nach AZAV (Certuria)

DAMIT SIE SICH BEI UNS RUNDUM WOHLFÜHLEN, BIETEN WIR IHNEN ZUSÄTZLICH
■ kostenlose Warm- und Kaltgetränke
■ Süßigkeiten zur Stärkung zwischendurch
■ ausreichende Parkplätze direkt vor dem Gebäude
■ einen Platz für Ihren Vierbeiner (bitte Absprache vorab)

Für die praktische Umsetzung am Tier bitten wir die Teilnehmer eigene Hunden mitzubringen. Zur besseren Planung bitten wir Sie um kurze Rücksprache. Für die Behandlung der Hunde stehen weiche Matten zur Verfügung.

Programm

■ Anatomie/Physiologie der inneren Organe

■ Grundlagen der Anatomie des Bewegungsapparates und das Skelett

■ Anatomie des Bewegungsapparates: aktiv (Muskeln) und passiv (Sehnen, Bänder, Knochen, Kapsel)

■ Biomechanik der Gelenke

■ Zell- und Schmerzphysiologie

■ Palpation von Knochenpunkten, Haut, Unterhaut, Bindegewebe, Muskeln, Sehnen, Bändern, Nerven und Gefäßen

■ Aktive und passive Bewegungstests mit Endgefühl der Extremitätengelenke und der Wirbelsäule

■ Beurteilung der Qualitäten des Endgefühls (hart-elastisch, weich-elastisch, fest-elastisch und leer)

■ Erlernen verschiedener Techniken zur muskulären Behandlung

■ Passive Dehnung

■ Muskuläre Provokationstests

■ Gangbildanalyse

■ Funktionelle Anatomie und Biomechanik bezogen auf das Gangbild

■ Wie entsteht Fortbewegung? Was ist Gang? Gangzyklen

■ Orthopädische/neurologische Lahmheit

■ Interpretation der Hunde

■ Spezifische Untersuchung und Behandlung der Extremitätengelenke und der Wirbelsäule

■ Differenzierung nach arthrogenen, myogenen und neurogenen Ursachen

■ Joint play

■ Pathologie (Orthopädische und neurologische Krankheitsbilder beim Hund)

■ Einführung in die Röntgendiagnostik

■ Untersuchungsgang bei orthopädischen bzw. neurologischen Störungen

■ Reflextestungen (segmental, Halte- und Stellreflexe)

■ Erstellung eines Behandlungsplans mit Definition des Behandlungszieles

■ Behandlungsmaßnahmen

■ Kommunikation mit Tierärzten

■ Dokumentation der Behandlung

■ Die verschiedenen Stadien der Wundheilung und deren Behandlungsmöglichkeiten

■ Ursachen von Beweglichkeitsstörungen

■ Wirkungsweisen in der Physiotherapie (Weichteiltechniken, deep friction, Druckentlastung Knorpel/Knochen, Muskeldehnung, Wirkung von Gleittechniken)

■ Physikalische Therapie (Wärmetherapie, Elektrotherapie, Magnetfeld, Laser)

■ Aktive und passive medizinische Trainingstherapie mit und ohne Geräteeinsatz

■ Erstellung von Therapieplänen

■ Die praktische Arbeit in der Tierphysiopraxis von der Diagnose zur Behandlung

■ Untersuchung und Behandlung von Patienten in der Physiopraxis

■ Einsatz des Unterwasserlaufbandes

■ Deutung des Hundeverhaltens in der Behandlung

■ Massage- und Grifftechniken

■ Lymphdrainage

■ Einführung in die Faszientherapie

■ Einführung in die Neurodynamik

■ Anatomie und Pathologie des Nervensystems

■ Befundung und Behandlungsmöglichkeit

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