Erfahrungsbericht Pferdetaping - Fesselträger

Beim Pferdetaping handelt es sich um eine seit ca. 2007 therapeutische Methode, welche ergänzend zur allgemeinen Pferdephysio- und Osteopathie eingesetzt wird.

Nachfolgend berichtet Katharina, Pferdephysiotherapeutin mit einer Ausbildung im flexiblen Pferdetaping nach Heinbokel & Rudde (Maia-Medical) von einem besonderen Fall:

„Ich habe seit einiger Zeit eine 6-jährige Warmblutstute in Behandlung, die von Ihrem Besitzer ausschließlich zwei bis dreimal in der Woche als Freizeitpferd in eher bergigem Gelände geritten wird. Sie steht mit neun weiteren Stuten auf der Sommerweide und hat im Winter eine großzügige Außenbox mit Paddock.

Im letzten August bemerkte der Besitzer, dass die Stute beim bergab gehen immer stärker mit dem linken Fuß vorne auftrat. Der Halter beobachtete die Problematik weiter und nach ca. 2 Wochen fiel auf, dass die Stute das hintere Bein links immer mehr entlastete. Erst war auch dort nichts zu erkennen, später wurden die Gallen ganz dick und fest.

Die vom Halter hinzugezogene Tierarztpraxis diagnostizierte einen Sehnenschaden bzw. eine Problematik mit dem Fesselringband.

Ich arbeite seit einiger Zeit mit der Tierklinik gut zusammen und so wurde die Stute mir zu physiotherapeutischen Behandlung anvertraut.

Ich habe meine Behandlungen relativ schnell und ausführlich mit Tape-Anlagen ergänzt:

Mit Hilfe der Ligamenttechnik, einer Anwendungsmethode bei der das Tape als Unterstützung im Bereich der Ligamente dient (daher auch der Name) habe ich sowohl lateral, als auch medial der Beugesehnen und des Fesselträgers jeweils einen I- Zügel angelegt. Das war in dem Bereich gar nicht so einfach, da durch die Weidehaltung auch oftmals die Gliedmaße feucht sind / waren und dies zunächst zu einer eingeschränkten Haltbarkeit geführt hat. Daher habe ich die Anlage auch nicht direkt auf die Sehne geklebt, sondern mir eine etwas abweichende Anlage überlegt:

Die Förderung der Propriozeption und Durchblutung im Sehnenbereich ist mit der Anlage so auch gut gewährleistet und das Tape gibt auch eine verbesserte Stabilität, welche nicht durch die Festigkeit bzw. Fixation des Gelenkes durch Tapes, sondern durch eine verbesserte Wahrnehmung entsteht.

Zur besseren Haltbarkeit habe ich dann sowohl proximal als auch distal die Fixierung mit je zwei weiteren I-Zügel ohne Zug vorgenommen.

Nach bereits zwei Tagen merkten wir, dass die Stute das Bein wieder belastete und das Gangbild sich verbesserte. Die Gallen wurde von Tag zu Tag weicher. Ich habe die Anlage dann nach ca. jeweils 5 tagen noch einmal erneuert. Zum Einen, damit es wieder gut hält, zum anderen, damit neues Material mit neuem Stretch wieder einen frischen „Therapiereiz“ setzen konnte.

Wir alle sind mit dem Behandlungsverlauf sehr zufrieden gewesen, seitdem habe ich die Stute noch viermal beklebt, immer dann wenn der Besitzer den Eindruck hatte, dass sich die Problematik wieder etwas verschlechterte. Er ist mit seinem Pferd aber schon seit letztem November wieder gemäßigt unterwegs und reitet.“

Das Pferdetaping nach Heinbokel & Rudde kann man auch bei Sarah Mergen lernen. Vor Ort sind in der Regel 1-2 Dozenten aus dem Team der Maia-Medical. In den Kursen werden hochwertige Tapematerialien verwendet und die Originalskripte aus den Maia-Medical Fortbildungen ausgegeben. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich als ausgebildeter Therapeut auf die Therapeutenliste auf www.pferdetaping.de eintragen zulassen.

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Disto – proximo – distale Hufbalance Die wechselseitige Beziehung von Hufbalance und Muskelspannung

Die Korrektur von Hufdysbalancen hat langfristig mehr oder weniger Erfolg. Auch der beste Schmied kann einem schiefen Huf oftmals nur kurzfristig helfen. Wenn der nicht regelmäßig, also spätestens nach 6 Wochen zur Korrektur des Hufes kommt, beginnt die Herstellung der Balance immer wieder von vorn.

Umgekehrt kommt manchmal ein schlechter Schmied zu einem Pferd, welches gerade Hufe hat. Obwohl der Schmied nur mittelmäßig arbeitet,  bleibt langfristig die natürliche Hufbalance des Pferdes erhalten, obwohl der Schmied den Huf nicht korrekt gestellt hat.

Andererseits ist eine positive Veränderung der Hufbalance in Richtung Physiologie zu beobachten, wenn ein Pferd ein adäquates Trainingsprogramm bekommen hat, oder wenn Haltungsbedingungen optimiert werden.

Aber auch Pferde die eine vortreffliche Hufbalance aufwiesen, bekommen langfristig eine schlechte Hufstellung, wenn das Pferd ein unsachgemäß geritten wird, oder gar nichts mehr tut, oder in einen für das Pferd nicht passenden Stall wechselt. Die Verschlechterung der Hufbalance kann auch der gute Schmied nicht verhindern.

Auch beobachte ich, dass ein sehr guter Schmied ein schlechtes Pferd und einen schlechten Reiter lange Zeit bei bedingter Gesundheit erhalten kann. Ein mittelmäßiger Schmied richtet das schlechte Pferd mit dem schlechten Reiter schnell zu Grunde.

„Ohne Huf kein Pferd“, das stimmt, man kann es aber auch umdrehen:

„Ohne Pferd kein Huf!“

Bei der Massage von Muskeln und bei der Lockerung von Wirbelgelenken spürt man sehr genau die Muskelspannung des Pferdes. Dabei entdeckt man, dass Pferde mit bestimmten Hufstellungen, bestimmte Blockierungen mit typischen Muskelverspannungsmustern aufweisen. Bei einigen Hufstellungen fühlt sich das Pferd locker an, bei anderen Hufstellungen sehr hart. Aber auch das  Management des Pferdes, seine Haltungsbedingungen, die Art der Nutzung oder Nicht-Nutzung des Pferdes spiegelt sich im Muskel-Skelett-System des Pferdes wider.

Meine Beobachtungen der Hufbalance zum proximalen System und umgekehrt in nun mittlerweile 19jähriger Arbeit als Pferdephysiotherapeutin mit Behandlung von über 1000 Pferden konnte ich mit Hilfe vom Studium von alten Lehrbüchern über die Huf- Gliedmaßenbalance in logischer Biomechanik zusammensetzen. Das hilft, das Pferd noch besser über seinen aktuellen Zustand seines Bewegungssystems beurteilen zu können, um so gezielter Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Wie die Muskulatur des Rumpfes die Form des Hufes verändert - Proximo-distale Balancestörungen

Grundsätzlich ist das Skelettsystem des Pferdes in zwei Teile zu trennen:

Die Gliedmaßensäulen mit
                        - Schulterblatt,
                        - Oberarm,
                        - Radius,
                        - Carpus,
                        - Metacarpus,
                        - Oberschenkel,
                        - Unterschenkel,
                        - Tarsus, Metatarsus und jeweils den Phalangen
                        
Das Achsenskelett mit
                        - Halswirbelsäule,
                        - Brustwirbelsäule,
                        - Brustkorb,
                        - Lendenwirbelsäule
                        - Becken

Die Gliedmaßen haben aufgrund ihrer Winkelung immer die Tendenz, einzufallen. Dagegen haben die Vordergliedmaßen- und Hintergliedmaßensäulen jeweils eigene  Mechanismen entwickelt, sich aufrecht zu halten. Man nennt es die „aktive und passive Stabilisation der Gliedmaßen“. Muskeln, die an der Aufrechterhaltung der Beine beteiligt sind, setzen teilweise am Rumpf an. Haben diese Muskeln eine hohe Spannung, heben diese den Trachtenbereich besser an. Haben die Aufrichtemuskeln eine schlaffe Spannung, erhöht sich der Druck auf den Trachtenbereich.

Im Wesentlichen wird die Hufform von der Spannung und der Gewichtsverschiebung des Rumpfes geprägt.

Beispiel 1)

Ein abgesackter Rumpf, wie von mir mit „Trageerschöpfung“ beschrieben („Manuelle Therapie der Wirbelsäule“ Sonntag Verlag 2014, „Illusion Pferdeosteopathie“ WuWeiVerlag 2011), ist charakterisiert mit einer erschöpfter Brust- und Bauchmuskulatur. Diese ist neuronal gekoppelt mit den langen Beugesehnen (ventrale Flexorkette). Die schlaffe Spannung in den Beugesehnen lässt die Fessel tiefer sinken, der Druck auf den Trachtenbereich erhöht sich. Das Trachtenhorn wird gequetscht, die Trachte wird flacher. Das erhöht die Spannung auf die Aufhängebänder des Strahlbeines, dem Strahlbein selbst, den Fesselträger, den Gleichbeinen und natürlich auf den Beugesehnen. Diese schmerzhafte Spannung verbietet es den langen Beugesehnenmuskeln kräftig anzuspannen. Neuronal sind daran die Brust- und Bauchmuskeln gekoppelt, dessen Tonus zur Kontraktion nachlässt, der den Brustkorb wieder anheben könnte. Der Druck auf die Trachten bleibt.

Beispiel 2)

Rückenschmerzen veranlasst das Pferd die Hinterhand tiefer zu halten. Das entlastet die Wirbelgelenke und die Nervenaustrittslöcher. Die Metatarsalia (hinteren Röhrbeine) stehen nun so aber nicht mehr vertikal, sondern sind unter den Bauch gezogen. Das schafft auch mehr Stabilität im Rücken. Die Folge ist jedoch ein erhöhter Druck auf den Trachtenbereich. Die Trachten flachen ab.

Beispiel 3)

Ein Pferd mit breiter Brust wird zu früh mit zu viel Reitergewicht in einer zu langen Tragzeit belastet. Die breite Brust neigt von Natur aus dazu, nach unten hin zwischen den Vorderbeinen abzusacken, da die innere Brustmuskulatur einen weiteren Weg hat. Ein solches Pferd neigt dazu, zur Stabilisation seiner Brust sich auf die Außenkanten der Vorderhufe zu stützen. Das drückt das Außenhorn zusammen, das Innenhorn wächst länger, der Huf dreht sich zeheneng.

Einseitige Störungen in der medio-lateralen Balance sind stets durch Gewichtsverlagerungen des Körpers zur weniger schmerzenden Seite bedingt.

Beispiel 4)

Jeder Mensch macht es und jedes Pferd auch: Schmerzt es an einer Körperseite, benutzt man einfach die andere. Dabei sind es nicht nur Schmerzen, sondern bereits ein leichtes Unbehagen, ein Ziehen, etwas weniger Kraft, ein kleine Gelenkreizung, die dazu führt, dass man unbewusst die andere Seite bei der Lastaufnahme bevorzugt. Oftmals werden diese vom Besitzer nicht wahrgenommen. Beim genauen Hinsehen erkennt man im Schritt eine verkürzte Stützbeinphase am gereizten Bein. Außerdem kann man beim Betrachten des Brustbeines vorn sowie der Beckenhöhe hinten erkennen, ob und welches Bein das Pferd als Standbein benutzt und welches geschont wird. Diese Beobachtung ist unabhängig von der Händigkeit des Pferdes. Das Standbein neigt zur Stauchung des Außenhorns, aber insgesamt zur ausgeglicheneren Hufform mit regelrechter Trachtenhöhe, während des weniger belastete Bein entweder ausgesprochen flach oder hoch gestellt ist.

Wie die Bewegung die Form des Hufes beeinflusst

Das in der Natur belassene wilde Pferd bewegt sich täglich zwischen 10 – 40 km. Die meiste Zeit davon grasend. Während der entspannten Schrittbewegung wird zunächst der Trachtenbereich belastet, dann gleitet der Schwerpunkt des Hufes langsam noch vorn über die Mitte des Hufes bis zur Zehenspitze. Dabei wird gleichsam das Horn gleichmäßig massiert. Jeder Hufteil bekommt einmal Druck, dann wieder Entlastung. Während des Abrollens über die Zehe wird der Trachtenbereich natürlich angehoben. Das Trachtenhorn wird für einen Moment Druckfrei. Bei regelmäßiger Bewegung kann sich das Trachtenhorn so gut entwickeln. Beim Grasen ist der Hebemoment der langen Beugesehnen an den Trachten sogar noch länger wirksam, da die Beugesehnen beim Absenken des Halses gedehnt werden.

Steht das domestizierte Pferd aber die meiste Zeit des Tages herum, z.B. in der Box, im Paddock oder Laufstall, muss es nun seinen Hals und seinen Rücken aktiv halten. Die Spannung der haltenden Rückenmuskeln verlagert den Schwerpunkt des Pferdes etwas weiter nach hinten, als wie es beim Grasen der Fall war. Das Trachtenhorn wird nun nicht wie beim Grasen rythmisch entlastet, sondern nun vielmehr andauernd belastet. Durch das „Herum-Stehen“ wird die Trachte an Vorder- und Hinterhuf flacher.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Die Rumpfspannung hat Einfluss auf die Hufstellung. Ein erschlaffter Rumpftonus macht flache Hufe, ein verspannter Rumpftonus macht steile Hufe. Ein trageerschöpfter Rumpf macht flache Trachten. Bewegungsmangel macht flache Trachten und lange Zehen. Schmerzen an einem Bein oder im Rücken lassen das Gewicht des Pferdes zur anderen Seite verschieben. Das verursacht ein schiefes Hufwachstum. All diese Faktoren führen zu Erkrankungen in den Gliedmaßen.

Eine Erkrankung der Gliedmaße führt zu einem flachen oder steilen oder schiefen Huf, die Aufrichtung des Rückens ist erschwert.

Nur durch die Zusammenarbeit aller am Pferd beteiligen Personen ist es möglich, die Hufbalance im optimalen Zustand zu erhalten. Und nur dann wenn die Hufbalance stimmt, kann das Pferd in den Beinen gesund bleiben.

Artikel zum Download von Tanja Richter

Kolik eines Pferdes - was haben Blockierungen im Bewegungsapparat damit zu tun?

Als Besitzer eines Pferdes, das immer wieder eine Kolik zeigt oder immer wieder unter "Bauchschmerzen" leidet, fragt man sich irgendwann einmal: warum dauernd mein Pferd? Mache ich etwas falsch? Kann ich etwas für mein Pferd tun, damit es im Bauch und im Darm gesund bleibt? Diese Fragen sind berechtigt und wichtig aufgrund der Lebensgefahr für das Pferd, die eine Kolik mit sich bringen kann.

Erläuterung des Begriffs
Der Begriff "Kolik" ist in der Sprache von Tierärzten, Pferdetherapeuten und Pferdebesitzern ein allgemein gebräuchlicher Begriff, der allerdings keine Erkrankung an sich bezeichnet, sondern das Symptom
vieler möglicher Ursachen benennt: das Symptom von "Bauchschmerzen". Mit der damit verbundenen Verkrampfung des Bauches zeigt ein Pferd seinen körperlichen Zustand an, der auf leichtes Unwohlsein bis hin zu stärksten Schmerzen hindeuten kann.
Die Anzeichen für eine Kolik können je nach Charakter des Pferdes und zugrunde liegender Erkrankung ausgesprochen vielfältig sein: einerseits können sich Zustände zeigen von höchster Unruhe, Schwitzen, dauerndes Hinlegen und Aufstehen, Festliegen, Flehmen, Bauch anschauen, mit einem Fuß gegen den Bauch schlagen oder gegen die Wand werfen. Andererseits gibt es auch Formen von Teilnahmslosigkeit, Fressunlust, ein nur angedeutetes Einziehen der Bauchwand mit leicht veränderter Atmung. Diese Form der Kolik ist insofern besonders gefährlich, weil das Pferd kaum auf sich aufmerksam macht und die Dramatik des Krankheitsgeschehens manchmal nicht rechtzeitig erkannt wird.

Akute Kolik
Eine akute Kolik ist ein potentiell lebensbedrohlicher Notfall, der umgehend einer sachkundigen Versorgung durch einen Tierarzt bedarf. Je nach Entwicklung der Symptomatik kann auch ein stationärer Aufenthalt in einer Pferdeklinik erforderlich sein.
In vielen Fällen ist es möglich, eine wahrscheinliche Ursache der akuten Kolik ausfindig zu machen. So können z.B. zu geringes Raufutterangebot, zu geringe Wasseraufnahme, Überfressen mit frischem Gras, Verwurmung, akuter Streß, Hormonstörungen z.B. im Rahmen von Trächtigkeit, Geburt, Cushing o.ä. zu einer akuten Kolik führen.

Chronische Kolikanfälligkeit
Darüber hinaus scheint es Pferde zu geben, die eine sogenannte "Kolikneigung "haben, d.h. sie sind deutlich gefährdeter, eine akute Kolik zu bekommen, als andere Pferde.
Welche Ursachen können dazu führen, dass ein Pferd immer wieder kolikartige Symptome zeigt wie z.B. leichtes Unwohlsein, leichte Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung, Fehlgärungen mit Aufblähen des Darmes und Abgehen von Winden?
Hinter diesen Symptomen können sich Erkrankungen verbergen u.a. aus den Organbereichen Magen- Darm, Leber, Harn‐ und Geschlechtsorgane, aber auch Kreislauf,Infektionskrankheiten und Störungen im Bewegungsapparat (nach Dietz/Huskamp: Handbuch Pferdepraxis, Sonntag‐Verlag)

Bedeutung des Bewegungsapparats im Rahmen der chronischen Kolikanfälligkeit
Inwiefern hat der Bewegungsapparat etwas mit der Entstehung von Bauschmerzen, Verstopfung oder Durchfall
zu tun und wie arbeitet der "Bauch" eines gesunden Pferdes?

Der Rumpf des Pferdes setzt sich zusammen aus:

- den einzelnen Wirbelkörpern der Brust- und Lendenwirbelsäule mit den entsprechenden Rückenmuskeln,
- dem Brustbein und den Rippen mit den entsprechenden Brust‐ und Zwischenrippenmuskeln,
- den Bauchmuskeln und der Bauchdecke, die beim Pferd (im Gegensatz zum Menschen) sehr straff gespannt ist,
- dem Beckenboden, der die Schließmuskeln von Harnröhre, Scheide und After umfaßt,
- dem Zwerchfell, dem Hauptatemmuskel, der den Brust‐ vom Bauchraum trennt.

- Im Brustraum befinden sich die Lungen und das Herz, im Bauchraum befinden sich Magen, Milz, Leber, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und Dickdarm. In der Flanke des Pferdes liegen direkt unterhalb der Lendenwirbel  die Nieren, im kleinen Becken liegen Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter, Harnblase.

- zwischen jeweils 2 benachbarten Wirbeln treten jeweils rechts und links Nerven aus dem Rückenmark aus, die zu den verschiedenen Abschnitten des Verdauungstraktes ziehen und für die physiologische Funktion des gesamten Verdauungsvorgangs zuständig sind.

Die Hauptfunktion von Zwerchfell, Rippen, Brustbein und Brustwirbelsäule ist  die Atmung. Darüber hinaus haben diese Strukturen einen wichtigen Einfluß auf die Verdauungstätigkeit von Magen und Darm: bei der Einatmung zieht sich das Zwerchfell aktiv zusammen und schiebt dadurch alle Bauchorgane etwas Richtung schwanzwärts. Der Beckenboden schiebt sich ebenfalls etwas schwanzwärts und läßt die Verschiebung der Bauchorgane dorthin zu. Bei der Ausatmung entspannt sich das Zwerchfell, es schiebt sich etwas kopfwärts und die Bauchorgane und der Beckenboden heben sich ebenfalls wieder Richtung kopfwärts. 

Das Heben und Senken des Zwerchfells mit den entsprechenden biomechanischen Bewegungen der beteiligten knöchernen und muskulären Strukturen unterstützt somit durch den erzielten Massageeffekt die natürliche Peristaltik (Darmbewegung) der Verdauungsorgane in nicht unerheblichem Maße. Alle Bauchorgane werden ständig entsprechend der Atembewegungen sanft gegeneinander verschoben, so dass ein Verkleben von Faszien und Darmschlingen vermieden und der Transport des Kotbreis durch die Darmschlingen aktiv gefördert wird.

Mit Blick auf die Anatomie wird somit verständlich, inwiefern Verspannungen in den entsprechenden Muskeln oder Blockierungen in den entsprechenden Wirbelsegmenten, Rippenwirbel-­‐ oder Rippenbrustbeingelenken dazu führen können, dass sich zunächst die Atembewegungen verändern und sich in der Folge der unterstützende Effekt auf die Darmperistaltik und Faszienverschieblichkeit verringert. Auch können die für die gesunde Verdauungsaktivität
notwendigen Nervenimpulse ausbleiben, wenn die entsprechenden Wirbelsegmente in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. So kann es dazu kommen, dass bestimmte Darmabschnitte zu träge und ineffektiv arbeiten, der Kot zu lange in einem Abschnitt liegenbleibt, trocken und fest wird und eine Verstopfung entsteht.

Wie kann ich als Pferdebesitzer aktiv meinem Pferd helfen, gesund zu bleiben?
Obwohl und weil das Verdauungssystem der Pferde ein so hochsensibler und störanfälliger Bereich unserer Pferde ist, können wir als Pferdebesitzer sehr viel tun, um das Pferd in seiner Verdauungsgesundheit zu unterstützen.

1. Fütterungsmanagement
Der Pferdemagen ist aufgrund der Natur des Pferdes als Pflanzenfresser darauf angelegt, ständig kleine Mengen an faserhaltigem Futter zu sich zu nehmen und ständig Magensäure zu produzieren. Diese Natur ist in der Fütterung des "Hauspferdes" zu berücksichtigen. So sollte das Pferd ständig Zugang zu Raufutter in Form von gutem Heu und Stroh haben. Freßpausen von mehr als 4 Stunden können bereits zu Magenschleimhautentzündungen oder gar Magengeschwüren führen.
Das Angebot des Raufutters in Heunetzen bietet die Vorteile, dass ohne Vergrößerung der Futtermenge die Freßdauer verlängert wird. Dies ist wichtig bei zu Übergewicht neigenden Pferden, und hilft gegen Langeweile. Außerdem muss dem Pferd jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stehen.
Aufgrund der Zusammensetzung der Verdauungssäfte sind in der Fütterung von Heu und Kraftfutter bestimmte zeitliche Abfolgen einzuhalten. So ist die Fütterung des Kraftfutters frühestens 30 Minuten nach Vorlegen des Heus sinnvoll, da erst dann die Sekrete freigesetzt sind, um die Inhaltsstoffe des Kraftfutters ordentlich aufzuspalten und zu verstoffwechseln. Außerdem hat das Pferd zu diesem Zeitpunkt schon seinen größten Hunger gestillt (der allerdings bei pferdegerechtem Raufutterangebot erst gar nicht entsteht!), und es wird sein Kraftfutter langsamer fressen und besser kauen.

2. Optimierung der Lebenswirklichkeit
des Pferdes Die der Kolik zugrunde liegenden möglichen Erkrankungen spielen sich ab auf der Grundlage der hohen Sensibilität und Labilität des Vegetativums des Pferdes. Es gibt Pferde, bei denen bereits Wetterumschwünge, kurzfristige Änderungen in der Fütterung, der Haltung oder der Stallroutine, Besitzer-­‐ oder Stallwechsel zum Auftreten von Koliksymptomen führen können. Daher ist es wichtig, etwaige Streßfaktoren im Leben des Pferdes zu minimieren. Zu diesen Streßfaktoren können gehören:

- schlechte Haltungsbedingungen,
- ungünstige Herdenzusammensetzung
- mit ständigen Rangordnungskämpfen,
- schlechter (unsicherer) Umgang mit dem Pferd,
- physisch oder psychisch überforderndes Training,
- chronische Schmerzzustände infolge mangelhafter Hufstellung / Hufbearbeitung
- schlecht sitzender Sattel.

In Herden- und Offenstallhaltungen ist besonders darauf zu achten, dass auch die rangniedrigen Pferde ausreichend Zeit und Raum haben, in Ruhe ihr Raufutter in angemessenen Mengen und Zeitintervallen zu fressen und ebenso entspannt die Tränke aufzusuchen. Ebenso sind in Boxenhaltungen dem Pferd Sozialkontakte und ausreichend frei wählbare Bewegungsmöglichkeiten (Koppel, Paddock) anzubieten für ein gesundes vegetatives Gleichgewicht.

3. Abtasten und Beobachten
des Pferdes Das Abtasten des Pferderumpfes gibt zuverlässige Auskunft über etwaige Verspannungen oder Blockierungen in den oben näher beschriebenen Bereichen. Bereits beim Putzen kann der Pferdebesitzer darauf achten, ob das Pferd die Berührungen genießt oder ob es in bestimmten Bereichen abwehrt oder zurückweicht. "Kitzlige" Stellen weisen darauf hin, ds dort Verspannungen vorliegen oder das entsprechende Wirbelsegment blockiert ist mit der Folge, dass sich in diesem Bereich eine sanfte Berührung für das Pferd schmerzhaft anfühlt.

Besonderes Augenmerk sind beim Abtasten zu richten auf
- die Rückenmuskeln: sind dort spezielle Bereiche, bei denen das Pferd den Rücken wegdrückt und / oder die Muskeln anfangen zu zittern?
- die Brust- und Bauchmuskeln: sind dort spezielle Bereiche, bei denen das Pferd "zickig" wird, mit dem Fuß treten möchte?
- die Zwischenrippenmuskeln: sind dort Bereiche, bei denen das Pferd zurückweicht oder aggressiv wird?

Weitere wichtige Hinweise, die auf Verspannungen und Blockierungen im Rumpf hindeuten sind:
- Sattel- oder Gurtzwang
- "klemmiger" Gang der Hinterhand
- festgehaltener Rücken
- schnelles Schwitzen auch bei wenig Anstrengung
- langes Nachschwitzen

In allen diesen Fällen kann das Pferd unter muskulären und / oder osteopathischen Störungen leiden, die aufgrund der beteiligten Strukturen eine Kolikneigung begünstigen.

Zusammenfassung
Die Lockerung der muskulären Verspannungen, die Lösung der osteopathischen Blockierungen und die anschließende Gymnastizierung des Pferdes sind wichtige Maßnahmen, um den Pferdedarm in seiner gesunden Funktion zu unterstützen. Der Pferdebesitzer kann sich dabei aktiv einbringen, indem er das Lebensumfeld und das Fütterungsmanagement möglichst pferdegerecht gestaltet, auf Änderungen im Verhalten des Pferdes achtet, sein Pferd täglich auf Verspannungen abtastet und gegebenenfalls frühzeitig physiotherapeutisch und osteopathisch durch einen entsprechend qualifizierten Therapeuten behandeln läßt.

© Katja M.‐L. Eser 2014

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Cranio-Sacrale Therapie bei Ataxie

Manchmal sieht es aus, als würde man „nur Hand auflegen“ – doch die Cranio-Sacrale Therapie ist viel mehr als nur das. Sie ist eine sanfte Therapie, die energetisch und manuell den gesamten Körper harmonisieren und Selbstheilungskräfte aktivieren kann.

Ich habe ihre Wirkung besonders intensiv bei einem Pferd mit spinaler Ataxie („Wobbler-Syndrom“) verfolgen dürfen.

Der Wallach war noch sehr jung und litt unter mittel-bis hochgradiger Ataxie. Die Hinterhand – und Rückenmuskulatur waren stark atrophiert, das Gangbild typisch: Bereits auf gerader Linie zeigte er eine deutliche Unsicherheit in der Hinterhand, schwankenden Gang und fußte mit wenig Raumgriff und schleifender Hufspitze auf. Große Wendungen brachten ihn deutlich ins Ungleichgewicht und enge Wendungen waren kaum möglich. Rückwärtsrichten konnte man den Wallach, als er mir erstmals vorgestellt wurde, überhaupt nicht. Der Schweif hing schlaff herab und pendelte in der Bewegung kaum. Zur Ursache konnten die Besitzer wenig sagen.

Bei der ersten Behandlung fiel ein deutlich verlangsamter Cranio-Sacraler Rhythmus auf. Berührungen am Kopf waren dem Wallach unangenehm. Durch die atrophierte Muskulatur waren insbesondere das Becken und das ISG überaus instabil, die Halswirbelsäule dagegen war fest und unbeweglich, das Zungenbein blockiert.

Erst nach der Behandlung am Sakrum war es überhaupt möglich, die Kopfregion genauer zu untersuchen und letztlich auch zu behandeln. Arbeit mit den Diaphragmen ließ er beim ersten Mal nicht sofort zu und wurde unruhig – beim zweiten Termin konnte er sich darauf einlassen.

Unmittelbar nach der ersten Behandlung wirkte die Oberlinie des Wallachs deutlich harmonischer, der Rücken freier, die Hinterhand trat etwas mehr unter den Schwerpunkt und die Zehenspitze wurde nicht mehr über den Boden geschleift. Er lief im Schritt ausbalancierter. Zum Trab konnte man ihn an der Hand noch nicht auffordern.

Begleitend zur Behandlung, wurde mit dem Wallach vom Boden ausgearbeitet. Anfangs ging es um simple Bodenarbeit, die Grundlagen wie Antreten und Anhalten, sowie Rückwärtsrichten und große Wendungen sowie einzelnde Bodenstangen beinhaltete. Allein das Anhalten aus dem Schritt war zu Beginn schwankend und nicht prompt.

Bereits nach der zweiten Cranio-Sacralen Behandlung konnte er am Punkt anhalten und auch zügig wieder antreten ohne zu schwanken. An der Doppellonge (gebisslos) kam es in Zusammenhang mit der Therapie ebenfalls zu sichtbaren Verbesserungen. Einfache Handwechsel auf großen Linien fielen dem Wallach leichter, er war anzutraben und fand sein Gleichgewicht auch auf dem Zirkel. Der schleifende Schritt wurde stets nach den ersten paar Minuten besser. Bald konnte man ihn über Trabstangen und Cavaletti longieren. Der anfangs teilnahmslose Wallach taute mehr und mehr auf. Er begann, auf der Koppel zu galoppieren, zu bocken und sich zu wälzen, was er zuvor nicht getan hatte. Die Vergesellschaftung mit einem anderen jungen Wallach gelang, und beide spielten zeitweise recht wild miteinander. Der Patient selbst begeisterte die Besitzer und mich, als er seinen Weidefreund anstieg und sich dabei um die eigene Achse drehte, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

Als ich den Wallach das letzte Mal behandelt habe, konnte er bereits in allen drei Grundgangarten longiert werden, und auch Trabvolten gut ausbalancieren. In der Bemuskelung hatte er sich deutlich zum Positiven verändert und zeigte nun neben ausgeprägter Hinterhandmuskulatur auch tragende Rückenmuskeln. Er diskuktierte hin und wieder bei der Arbeit, konnte auch plötzlich im Trab auf der Hinterhand umkehren und die Hand wechseln, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten, und der Trab war raumgreifender geworden. Die Ataxie war in ihrem Schweregrad insgesamt deutlich weniger ausgeprägt und der Wallach hatte wieder Energie und Freude bei derArbeit.

Die Besitzer berichten mir noch ab und zu, dass er weiter Fortschritte macht und sind froh, diesen alternativen Weg, zusätzlich zur Schulmedizin, eingeschlagen zu haben.

Für mich stellt die Cranio-Sacrale Therapie daher bei Ataxien eine chancenreiche Behandlungsform dar, die durch ihre sanfte Art für den Patienten nicht nur therapeutisch hilfreich, sondern auch wohltuend ist.

Artikel zum Download von Manuela Nufer (April 2015)

Einblick in einen Tiertaping-Kurs der Maia|Medical

Bei Hundetaping-Kurs der Maia|Medical lernten die Teilnehmer unter der Anleitung unserer Mitarbeiterinnen erste Anlagemöglichkeiten von flexiblen Tapes beim Hund kennen.

Nach einer Einführung in die Theorie, Methodik und Techniken stand das praktische Lernen im Vordergrund. Dabei wurde auch auf das sichere Arbeiten für Hund und Mensch Wert gelegt. "Das Besondere beim Hundetapen sind außerdem die enormen Größenunterschiede", berichtet Dozentin Manuela Geßner über die getapten Hunde im Kurs. "So haben wir sowohl einen Jack Russel-Terrier, als auch eine deutsche Dogge und andere große Hunde im Kurs beklebt". "Das war eine gute Idee", pflichtet Ihr eine Kursteilnehmerin bei. "Ich habe mich zuerst schon mit den benötigten Tapelängen und Größen verschätzt..."

Während einer gemeinsamen Mittagspause entstanden in der Runde bereits eigene Tapeideen zu konkreten Fällen aus der Praxis einer Teilnehmerin. "Lasst es uns gleich einfach ausprobieren" ermunterte Kursdozentin Petra Corrado die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Daraufhin wurde am Nachmittag spontan eine konkrete Anlage zu einem weiteren Fallbeispiel entwickelt.

Während des Exkurses zu den Muskeltestungen zeigte sich eine teilnehmende Biologin und Tierphysiotherapeutin verblüfft: „Ich hätte niemals damit gerechnet, dass es so toll funktioniert. Es fehlen zwar Studien zu diesem Thema und ich kann es mir nicht so ganz schlüssig erklären, aber es wirkt aus meiner Sicht sofort! Hier gilt wohl: Wer heilt ,hat Recht!“

Nach einem erfolgreichen und intensiven Tag erhielten die Teilnehmer abschließend ihr Kurszertifikat und machten sich mit viel Input auf den Nachhauseweg.

"Ich finde schön, dass alle Kursdozenten viel Wert darauf legen, auch auf individuelle Fragen und Fälle aus den Praxen der Teilnehmer umfassend einzugehen. Endlich habe ich auch eine Therapie- Idee für meinen eigenen Labrador – das werde ich morgen gleich Zuhause ausprobieren", verabschiedete sich eine Teilnehmerin am Ende des Kurses.

Quelle aus www.tiertaping.de / Artikel zum Download

Viszerale Osteopathie

Vor einigen Jahren erhielt ich einen Anruf, dass ich ein Pferd behandeln soll und zwar so schnell wie möglich, da man das Pferd nicht unnötig leiden lassen möchte und es sonst am nächsten Tag eingeschläfert wird. Ich bin am gleichen Tag hingefahren und fand einen 22jährigen sehr dünnen Haflinger vor, der seit geraumer Zeit in tierärztlicher Behandlung war inkl. 14tägigem Klinikaufenthalt wegen rezidivierender Koliken. In der Klinik war man sehr ratlos und sagt nur, dass der Blinddarm komplett zusammen gefallen war und nicht mehr richtig arbeiten würde. Sollte das Pferd wieder koliken, empfahl man die Euthanasie.

Leider fing das Pferd 2 Tage nach der Klinik wieder an zu koliken, das war der Tag, wo der Besitzer mich anrief. Da das Pferd sehr geschwächt war, wollte ich nicht zu viele verschiedene energetische Reize setzen und hab daher rein viszeral-osteopathisch gearbeitet. Eigentlich war das Pferd sehr berührungsempfindlich im gesamten Abdomen, jedoch lies es sich die Behandlung ohne Probleme gefallen. Ich habe die verschiedenen Bereiche durchgetestet und spürte energetische Dysbalancen im Bereich Leber und Magen - mehr noch als im Blinddarm. Die Leber war starr und bewegungslos, durch sanfte Impulse konnte ich sie jedoch lösen und wieder in Bewegung bringen. Nach der Behandlung der Leber, brauchte das Pferd ca. 10 Minuten Pause, bevor ich weiter behandeln konnte. Beim Magen war es ähnlich. Auch nach der Behandlung brauchte es wieder eine kurze Pause. Erst sah es aus, als wenn es wieder in die alten Kolikmuster zurückfallen würde und sich hinlegen wollte, aber er blieb dann doch stehen und duldete auch die Behandlung des Blinddarms. Dieser wirkte sehr schlapp und weich, Bewegung war auch so gut wie gar nicht fühlbar. Nach der Behandlung konnte ich jedoch wieder etwas Bewegung wahrnehmen. Direkt nach der Behandlung forderte das Pferd Futter ein - was er vorher strikt verweigert hat.

Bei der gesamten Behandlung wurde ich das Gefühl nicht los, dass das Pferd eine Vergiftung hatte, auch hier wollte ich nicht zu viel auf einmal machen und verschrieb ein Basenpulver, gab ein homöopathisches Mittel und verordnete alle 2 h für die nächsten 48 h etwas Mash anzubieten und dann langsam wieder auch Heu zu füttern. Bisher hatte das Pferd nach jeder Gabe Heu zu koliken begonnen.

Ca. 1 Woche nach der Behandlung bekam ich eine Nachricht von den Besitzern, dass es dem Pferd deutlich besser gehen würde. Er frisst wieder Heu, legt sich viel hin zum schlafen, aber allgemein sieht man eine deutliche Besserung. Er brauchte keine weitere Behandlung und lebt nun seit 2 Jahren auf einem Hof, der zum Gut Aiderbichl gehört. Der Besitzer besucht ihn dort immer mal wieder und freut sich - genauso wie ich mich auch - dass es ihm mit mittlerweile 27 Jahren immer noch richtig gut geht.

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